Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und kann mich noch erinnern, dass meine Mutter früher, wenn es zum Sonntagsessen Reis gab (die absolute Lieblingsbeilage meines Papas), wurde immer ein riesen Topf davon gekocht. Alles was mittags davon übrig blieb, gab es zum Abendessen als Reissuppe (wir Kinder waren gar nicht davon begeistert) oder am nächsten Tag als süßen Reisauflauf.

Essen verschwenden, dass kannte meine Mutter definitiv nicht. Mit einer sechs köpfigen Familie am Bergbauernhof, musste  sie auch immer gut kalkulieren und überlegen, was und wieviel an Lebensmittel benötigt werden, denn vor allem in den Wintermonaten konnte es schon mal passieren, dass man für ein paar Tage eingeschneit war. Für alle die glauben ich gehöre schon zu den Ü50igern nein, das gabs auch noch in den Neunzigern hin und wieder.  🙂

Meine Mutter ist eine echte Expertin was Zero Waste Cooking  betrifft. Überfälliges Obst landet in einem Kuchen oder wird eingekocht und zu Marmelade oder Sirup verarbeitet. Hartes Brot wird zu Bröseln verarbeitet oder es bekommt der Esel  wie gesagt meine Eltern haben einen Bauernhof!).

 

Bunte Gummitierchen wachsen nicht auf Bäumen

Ich weiß nicht ob es daran, liegt, dass ich selbst schon als Kind die Kartoffeln vom Feld aufheben musste, aber für mich sind Lebensmittel etwas Wertvolles. Leider haben wir aufgrund von lila Kühen und bunten Gummitierchen irgendwie den Bezug dazu verloren. Lebensmittel werden nicht mehr als das wahrgenommen wofür Sie eigentlich gedacht sind, nämlich uns zu ernähren.  Für uns ist es aber inzwischen ein Produkt von vielen. Dass man halt so kauft. Egal wo es herkommt, wie oder ob es irgendwo gewachsen ist. Hauptsache billig und bequem.

 

Bewusst und Maßvoll Einkaufen

Die Verantwortung liegt aber schlussendlich in meiner und deiner Hand. Du und ich, die Konsumenten entscheiden schlussendlich, wie der Handel funktioniert. Was wir nachfragen, wird geliefert. Also stehen wir auf für krumme Karotten und schiefe Gurken.  Essen wir doch im Winter wieder heimische Äpfel und die lassen wird die Papaya links liegen.  Im Winter gibt´s dann halt mal keine Erdbeeren und die kleine Tafel Schokolade reicht auch.

Ich kann mich noch an die eingeschneiten Tage auf unserem Bauernhof erinnern, da gabs dann halt wieder mal “nur” einen Bratapfel weil sonst nichts im Haus war.

Lecker war´s auf jeden Fall!

Einheitsbrei ist doch Langweilig

Geht mal auf den Markt oder in den Bioladen. Dort findet man immer wieder nicht so perfektes Obst und Gemüse. Fordert euch heraus. Wer findet das lustigste Gemüse?

Regional und saisonal 

Wenn ihr regional und saisonal einkauft ist das nicht nur besser für die Umwelt, sondern schont auch noch euren Geldbeutel.

Kalkulieren, planen, kreativ sein

Wow die 5kg Stange Gouda ist in Aktion!? Lass dich nicht von unnötigen Angeboten verlocken. Überleg dir immer, ob du das Produkt auch dann kaufen würdest, wenn es nicht zum Sonderpreis gebe. Du wirst sehen, es wird nicht mehr vorkommen, dass die 5 kg Packung Karotten im Kühlschrank vergammelt.  Solltest du doch etwas in einer Großpackung kaufen und weißt du, wirst es aufbrauchen, dann achte auf die Lagerung.

Wer richtig lagert hat länger was davon

  • Gemüse sollten ins Gemüsefach im Kühlschrank (außer Tomaten, Gurken, Kartoffeln oder Sellerie.)
  • Tipp: Karotten halten länger, wenn du Sie in ein Gefäß mit Wasser in den Kühlschrank stellst.
  • Obst kann man sehr gut bei Zimmertemperatur lagern. Außer frische Beeren, diese halten im Kühlschrank etwas länger.
  • Reste am besten in einer Box im Kühlschrank lagern, oder einfrieren.
  • Bei Pesto, Senf oder Marmelade immer darau achten, einen sauberen Löffel zu verwenden. Dann halten diese im Kühlschrank eine kleine Ewigkeit.
  • Die halbvolle Flasche Wein vom Wochenende sollte auch noch weg? Verfeinere doch mal dein Risotto damit oder mach ein leckeres Sößchen. Alternativ kannst du daraus ja auch Essig machen.
  • Käsereste reiben und zum überbacken verwenden
  • Teebeutel kannst du meistens öfter als nur einmal verwenden. (Als Tee-Junkie kenne ich mich aus :-))

 

Bis zum letzten Bissen – brauche deine Vorräte auf

Sei kreativ  und überleg dir ein leckeres Menü nur aus den Dingen die du zuhause hast. Keine Lust auf Senf mit Tomatenmark? Keine Sorge du wirst etwas finden, ganz bestimmt.

Erstelle dir einen Kochplan und wenn du viele angebrochene Lebensmittel hast, dann versuch doch daraus etwas Leckeres zu kochen. Die derzeit so beliebten Bowls eignen sich perfekt um verschiedenste Dinge miteinander zu kombinieren. Und der Spruch aufgwärmt schmeckt nur a Gulasch guat – ist doch längst überholt.

Klar, kann es hin und wieder vorkommen, dass wir trotz aller Aufmerksamkeit etwas in unseren Speiseschränken übersehen. Aber auch hier gilt die Devise – sei kreativ.

Auch ein Mindesthaltbarkeitsdatum bedeuten nicht zwangsläufig, dass etwas ab sofort tödlich ist. Einfach ein bisschen dem Geruchssinn und dem Hausverstand vertrauen.

Vorsicht – wenn etwas schimmelt, faulig riecht oder komische Farben annimmt, dann lieber weg damit.

Wenn du auf Urlaub fährst und der Kühlschrank voll ist, dann verschenke die Dinge doch. Nachbarn, oder Freunde freuen sich bestimmt.

 

 

 

 

 

 

 

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