Ungesunde Essgewohnheiten verfolgen uns jeden Tag. Den eigenen Körper zu hassen und vom Essen besessen zu sein, ist mittlerweile zur Norm geworden.

Ein Essen mit Freunden wird allzu oft zum Vergleich der Ernährungsauswahl.

Der Kommentar zum Gewichstverlust eines Freundes ist ein üblicher Gesprächbeginn.

Die Medien überfluten uns mit nahezu monatlich wechselnden Wellness- Trends und Tipps zu Essgewohnheiten. Seien wir ehrlich, wir lieben es doch diese zumindest mal auszuprobieren!

Frauen werden gelobt wenn sie es schaffen sich an eine Diät zu halten als ob es ein Zeichen der Entschlossenheit wäre auf das wir Stolz sein können.

Und obwohl keines dieser Dinge die Kriterien für eine Essstörung erfüllt, hindern sie uns daran ein sorgenfreies und entspanntes Leben zu führen. Es gibt zahlreiche ungesunde Ernährungsgewohnheiten die mittlerweile normal geworden sind.

Aber Essen ist nicht dazu gedacht unser Feind zu sein, mit dem wir uns kontrollieren oder bestrafen sollen. Essen ist Teil unseres Lebens, mit dem wir unserem Körper die Energie geben um unseren Alltag zu meistern und unser Leben zu leben.

 

13 Ungesunde Essgewohnheiten die als normal gelten

Die folgenden 13 ungesunden Essgewohnheiten sind mittlerweile zur Normalität geworden. Wieviele hast du schon mal ausprobiert?

 

Nicht mehr nach 20 Uhr essen

Es kursiert der Ratschlag, spät abends nicht mehr zu essen. Aber es gibt auch Ernährungstrends wie Intervallfasten, die uns raten ganze Mahlzeiten auszulassen oder Essens – Tage auszulassen (intermittierendes Fasten). Was sich jedoch als die beste Methode und das beste Timing zum Essen erwiesen hat, ist, auf die Hungersignale des eigenen Körpers zu hören.

 

Kalorienzählen

Wir haben uns in Rechenmaschinen verwandelt.

Wir bekommen oft übermittelt, dass wir nur dann gesund leben und essen wenn wir einen genauen Überblick über unsere Kalorien haben. Wieviele Kalorien wir essen und verbrauchen. Jedoch besteht unserer Gesundheit aus einer Vielzahl von Faktoren und Kalorien und Bewegung sind nur zwei davon.

Außerdem trägt Kalorienzählen zu einem zwanghaften Denken und Stress während einer Mahlzeit, dazwischen und danach.

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung und habe mittlerweile sämtliche Kalorien Tracking Apps gelöscht. Was für eine Befreiung!

 

Der Jo-Jo-Effekt

Beinahe jeder hat schon mal eine Diät gemacht, Gewicht verloren, die Diät abgebrochen und wieder Gewicht zugelegt. Viele Menschen verschwenden soviel Lebenszeit auf diese Weisen und denken nie zweimal darüber nach.Daher wird es als normal angesehen. Diäten funktionieren nur kurzfristig, da diese auf Verbote in den verschiedensten Formen basieren. Irgendwann ist es jedoch mit der Disziplin der entschlossensten Person vorbei. Wie jeder weiß was man sich davor so lange verboten hat ist am Ende besonders begehrt. Die Auswirkungen von Diäten sind kontraproduktiv und auch schädlich. Wir müssen aufhören, einen derartigen Lebensstil als normal darzustellen.

Zum Thema Diäten werden ich nochmal einen eigenen Beitrag verfassen, denn dazu gibt es sooo viel zu sagen! 🙂

 

Kontrollverlusts beim Essen

Wer kennts?”Wenn ich einen Bissen zu mir nehme, esse ich die ganze Tafel Schoki!” Dieser Satz ist absolut üblich und für viele Normalität. Eigentlich sollte uns diese Beziehung zum Essen zum Nachdenken bringen. Mit diesem gebräuchlichen Satz wird es normalisiert, dass sich die Beziehung zum Essen so anfühlt als wäre man trockener Alkoholiker und nur einen Schluck vom nächsten Absturz entfernt.

 

Schuldgefühle nach dem Essen

“Ich hätte das nicht essen sollen.”

Gewöhnlich? JA. Normalisiert Ja. Anzeichen einer belastenden Beziehung zum Essen? JA.

Ich könnte Bände darüber schreiben wie oft ich mit diesem Gefühl zu kämpfen hatte. Und ehrlich gesagt an manchen Tagen immer noch tue. Aber wenn wir unsere Mahlzeiten ständig mit Schuldgefühlen verbinden anstatt diese einfach nur zu genießen und danach satt und zufrieden zu sein, verursacht auch das Stress in unserem Körper. Dieser wirkt sich wieder negativ auf unser gesamtes Wohlbefinden und unsere Lebensqualität aus.

Mahlzeiten auslassen

Diät A sagt uns wir sollen das Frühstück auslassen, Diät B wir sollen das Mittagessen überspringen und Diät C rät zum “Dinner Cancelling” (Abendessen auslassen).

Das ist doch verrückt.

Unsere Beziehung zum Essen sollte nicht aus Regeln bestehen, die sich übrigens gegenseitig auch noch widersprechen.

Die Ernährungsindustrie profitiert von derartigen Unsicherheiten und produziert daher ständig neue Behauptungen, neue Studien und neue Trends. Auf der Suche nach DER Lösung für uns verzichten wir freiwillig auf unser Geld und unsere Vernunft.

Wie bereits am Anfang erwähnt bin ich der Meinung es ist am sinnvollsten auf den eigenen körperlichen Hunger zu hören.

Natürlich ist es wichtig unserer Verdauung zwischen den Mahlzeiten ein paar Stunden Zeit zu geben und unser Essen zu verarbeiten. Daher bin ich absolut kein Fan davon den ganzen Tag ständig zu snacken. Jedoch ist laufendes snacken auch nur eine Reaktion auf emotionalen Hunger und keine Reaktion auf den physiologischen, körperlichen Hunger.

Aber ob wir frühstücken wenn wir Hunger haben oder darauf verzichten, wenn wir grade keinen Hunger haben, ist nur ein Zeichen, dass wir auf unseren Körper hören und sollte nicht einer vorgegeben Regel folgen müssen.

 

Wellness Trends im Namen der Gesundheit folgen

Es kann so einfach sein, sich von den neuesten Diäten – Keto, Paleo, Low Carb, Low Fat, um nur einige zu nennen begeistern zu lassen und dabei die Grundprinzipien einer gesunden Ernährung zu vergessen!

Unser Körper braucht Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß, Nährstöffe, Mineralien, Wasser, Ruhe und Bewegung.

Jede Trenddiät die ganze Lebensmittelgruppen ausschließt oder ein bestimmtes Verhalten (bestimmte Essenszeiten etc.) propagiert, muss sehr genau betrachtet werden.

 

Sich vom Essen überwältigt fühlen.

Viele Menschen tun sich schwer eine ausgewogene Mahlzeit zu essen, weil sie von den vielen Informationen aus den Medien überfordert sind.

Die Vorstellung herauszufinden, WAS sie essen sollen, es zuzubereiten und darauf zu achten die richtige Menge davon zu Essen und sich dann die ganze Woche an einen strikten Mahlzeitenplan zu halten ist einfach überwältigend.

Mein Tipp. Zurück zu den Grundlagen.

Wenn man wirklich seine Essgewohnheiten langfristig umstellen möchte (beachte: KEINE DIÄT) ist es am Besten sich kurz zu überlegen, wie eine ausgewogene Mahlzeiten aussehen sollte, und diese dann vermehrt in den täglichen Speiseplan einzubauen.

 

Essen und Bewegung als Pflicht betrachten

Als Gesellschaft sind wir davon abgekommen, uns selbst zu vertrauen und auf unseren Körper und Geist zu hören.

Stattdessen hören wir fast ausschließlich auf unseren Verstand und verwenden Logik, um Entscheidungen zu treffen.

Logik hat einen Platz in unserer Entscheidungsfindung, aber es ist entscheidend, dass wir eine Beziehung zu unserem Körper entwickeln, die auf Vertrauen basiert, damit wir auf die Bedürfnisse unseres Körper hören lernen.

Wenn wir uns auf eine Weise bewegen die uns Spaß macht und sich gut anfühlt, wird diese plötzlich viel attraktiver für uns und von alleine Teil unseres Alltags.

 

Zwanghafte Gedanken über Essen

Hast du schon mal Verlangen nach etwas Süßem gehabt und versucht es zu ignorieren? Aber der Gedanke daran hat dich nicht losgelassen?

Ich habe das definitiv.

Heißhunger auf ein bestimmtes Lebensmittel wird immer als schlecht angesehen, jedoch ist Heißhunger ein Signal vom Körper, dass es wert ist gehört zu werden. Heißhunger ist nur ein Zeichen dafür, dass unser Körper einen Mangel hat.

Sich ständig Dinge zu verbieten, da diese allgemein als böse angesehen werden, verschlimmert nur das Gedankenkarussel und führt dazu, dass wir uns früher oder später unkontrolliert darüber hermachen und dann wieder mit schlechten Gewissen kämpfen. Ein Teufelskreis.

 

Allergien und spirituellen Überzeugungen als Ernährungslabel

Glutenfrei, vegan, zuckerfrei.. die Labels zu Essgewohnheiten die wir uns selbst auferlegen sind mittlerweile vielseitig.

Und obwohl es unter dem Deckmantel der Gesundheit geschieht, sind diese Essgewohnheiten oft eine Form der Einschränkung um Gewicht zu reduzieren etc. Womit wir wieder bei dem Punkt Diäten sind. Denn auch diese Einschränkungen führen dazu, dass wir unserem Körper oft wichtige Nährstoffe vorenthalten.

Selbstverständlich gibt es Menschen die tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten müssen, die Anzahl dieser ist jedoch deutlich geringer.

 

Sich sein Essen “verdienen”

Du musst dir dein Essen nicht verdienen. Egal ob du heute Sport getrieben hast oder nicht.

 

Gesellige Zusammenkünfte werden zum Spießrutenlauf

Wie oft machst du dir Gedanken darüber, wieviele Kalorien in einem Essen sind, wenn du mit Freunden unterwegs bist?

Wenn dich deine Sorge um das Essen davon abhält, dein Leben in vollen Zügen zu genießen, ist es an der Zeit, das zu ändern und dein Verhältnis zum Essen und deinem Körper zu überdenken. Deine Essgewohnheiten haben bereits ungesunde Züge angenommen, solltest du dir schon überlagt haben ein Treffen mit Freunden abzusagen, weil du nicht wusstest was es zu essen geben wird.

Was ist das Problem?

Gedanken wie diese sind ein Zeichen, dass du nicht frei bist. Du verbringst zuviel Zeit damit dir Sorgen ums Essen zu machen.

Du machst dir mehr Sorgen über deinen Körper, die Zahl auf der Waage, Kalorien, Sport, Bauchmuskeln und Salate als über dich selbst.

Deine Leidenschaften, Freunde. Familie, deine Mission im Leben.

Die harte Wahrheit:

Wenn du weiterhin deine Tage damit verbringst deine Kalorien-Tracker zu aktualisieren verpasst du dein Leben! Manchmal ist das Einzige, was zwischen dem, wo wir jetzt sind und wo wir hin wollen ist, dass wir Angst haben.

Ich verstehe das. Ich habe das selbst viele Jahre mitgemacht.

Ich habe mir Sorgen gemacht, dass mein Körper fett wird,  wenn ich aufhöre, meine Kalorien zu zählen oder nicht täglich mein Workout absolviere.

Aber deine Situation ist nicht aussichtslos.

Der Weg ist mit Sicherheit nicht einfach und ohne Stolpersteine, aber er lohnt sich. Du willst einfach nur Essen OHNE ständig darüber nachzudenken?

Das geht. Denn du bist viel mehr als deine Essgewohnheiten. Du hast ein Leben dass es zu genießen wert ist.

Fange jetzt damit an deine Beziehung zum Essen zu verbessern und deinen eigenen healthy lifestyle zu finden.

Lass und das gemeinsam tun!

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