Mit der richtigen Food Kombination bringst du deine Ernährung auf Vordermann, ohne auf einzelne Dinge zu verzichten. Richtig und gesund essen ohne zu verzichten ist gar nicht so schwer.

Für die Meisten von uns hat gesunde Ernährung zumindest in der Theorie einen hohen Stellenwert. Wir zählen Kalorien, tracken unsere Makros (Kohlenhydrate, Proteine, Ballaststoffe), streichen bestimmte Lebensmittel aus unserem Speiseplan, essen überteuerte Superfoods, schlucken Nahrungsergänzungsmittel, trinken Supertees und Proteinshakes. Trotzdem fühlen wir uns oft nicht so richtig wohl. Vielleicht liegt es daran, dass wir zuviel auf einmal auf den Teller legen?

Es gibt keine bösen Lebensmittel

Das Märchen von den bösen Lebensmitteln

Uns wird von verschiedenen Studien und Gesundheitsgurus übermittelt, dass es gute und böse Lebensmittel gibt. Widersprüchliche Angaben und unrealistische Vorgaben, die durch Medien und das Internet verstärkt werden, geben uns das Gefühl, dass alles außer Grünkohl und Haferflocken schlecht ist.

Aber eines vorweg. KeinLebensmittel per se ist böse. Hin und wieder etwas Frittiertes zu Essen, bringt uns genauso wenig um, wie uns eine Karotte schlank werden lässt.

Wenn´s passt dann passt’s – Food Combining

Im Ayurveda spielt der Nährstoffgehalt eines einzelnen Lebensmittel eine geringere Rolle. Viel wichtiger ist jedoch, die Kombination unserer Speisen. Wie bei menschlichen Beziehungen gibt es auch bei Lebensmitteln solche die besser zusammenpassen, und solche, die sich nicht gut verstehen.

Wenn wir also an Bauchschmerzen, Lebensmittelunverträglichkeiten oder Verdauungsproblemen leiden, hängt das oft gar nicht mit einzelnen Nahrungsmitteln zusammen, sondern vielmehr wann bzw. womit wir diese verzehren.

Wie bei uns Menschen können manche Nahrungsmittel besser miteinander als andere.

Einfach und lecker

Jeder von uns kennt die bunten Bowls, die uns auf Instagram jeden Tag vorgeführt werden. Von allem ein Bisschen und alles auf einmal. Das sieht vielleicht ganz schön aus, aber ich bin mir sicher, die Wenigsten von uns fühlen sich nach so einer Mahlzeit wirklich gut. Warum? Weil unsere Verdauung damit überfordert ist.

Die unterschiedlichen Nahrungsmittel benötigen nämlich mal länger, mal kürzer, bis unsere Verdauungsorgane sie optimal verwertet haben. Wenn wir zu viele unterschiedliche Dinge miteinander kombinieren, ist unsere Verdauung überfordert und weiß nicht so recht, wie sie damit umgehen soll. Die Folge sind Verdauungsbeschwerden, Blähbauch, Übersäuerung usw.

Die Richtige Kombi macht´s

Was sollen oder können wir also gemeinsam auf unsere Teller bringen, damit wir uns gesund und ausgewogen ernähren?

Grundsätzlich ist “gesund” im Ayurveda immer abhängig von der Konstitution eines Menschen. Aber es gibt auch allgemeine Empfehlungen, welche Nahrungsmittel man besser nicht miteinander kombinieren sollte um das Verdauungsfeuer nicht zu schwächen.

Entweder oder – Proteine können nicht miteinander

Vermeide es, pflanzliche Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte, Bohnen oder Linsen gemeinsam mit tierischem Eiweiß wie Fleisch, Fisch, Käse, Eier oder Milchprodukten zu essen.

Der Einzelgänger – Eier sind gern allein

Grundsätzlich solltest du Eier auch nicht mit anderen tierischen Proteinen mischen. Das mag deine Verdauung gar nicht gern. Aber natürlich kannst du dir zu besonderen Anlässen mal Ham & Eggs zum Frühstück gönnen. Damit wird dein Körper schon fertig werden! 🙂

Das Problemkind – Kuhmilch

Es gibt ein Lebensmittel, das wohl wie kein Zweites die Gemüter erhitzt. Kuhmilch. Dieses Nahrungsmittel (Milch ist übrigens KEIN Getränk und sollte daher auch nicht als solches behandelt werden) verträgt sich mit kaum einem anderen.

Generell wird im Ayurveda eher vom Milchkonsum abgeraten bzw. nur in Maßen empfohlen. Für Milchliebhaber gilt jedoch, die Milch nur warm und mit Gewürzen zu trinken und nur mit Reis, Weizen (kein Weizenbrot mit Hefe) oder Datteln zu essen.

Auch Joghurt hat eine besondere Stellung. Wer Joghurt isst, sollte weder andere Milchprodukte, noch Eier, Fleisch, Fisch und auch keine Nachtschattengewächse (z.B. Aubergine) dazu essen. Auch heiße Getränke sind nicht empfehlenswert.

Wuchtig fruchtig – Obst mags warm

Ein besonderes Aha Erlebnis war für mich die Erkenntnis, dass ich mein geliebtes Obst in roher Form am besten alleine esse. Das bekannte Joghurt mit Früchten ist also genauso ungünstig, wie Obst zum Nachtisch. Obst wird nämlich am schnellsten verdaut. Wenn Obst alleine oder auch vor einer Mahlzeit gegessen wird, kann es schneller den Magen verlassen. Ansonsten bleibt es im Magen liegen, beginnt zu gären, naja und verursacht unangenehme Gase.

Wer dennoch nicht auf sein Obst verzichten möchte, sollte vor allem auf Kompott oder gekochtes Fruchtmus zurückgreifen.

Natürlich sind das alles nur Empfehlungen, und sollten nicht als starre Vorgabe gesehen werden. Fühlst du dich nach bestimmten Mahlzeiten aber öfters unwohl, mach dir bewusst, was du alles auf dem Teller hast. Vielleicht ist der ein oder andere Tipp ja nützlich und hilft dir dabei, dein Wohlbefinden zu stärken.

Und ab und an etwas zu essen, was nicht unbedingt zusammenpasst, wird deine Verdauung schon wegstecken. Also immer schön entspannt bleiben. Essen soll ja schließlich Freude bereiten und dir Energie für den Alltag schenken.

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