Ich habe ja bereits erwähnt, dass Ayurveda sehr individuell an die eigenen Bedürnisse angepasst werden kann. Dennoch gibt es ein paar Angewohnheiten, die aus meiner Sicht für jeden von uns geeignet sind, und in den Alltag integriert werden sollten. Mit diesen 5 Tipps bringst du ganz einfach mehr Schwung in deine Leben. Modernes Ayurveda, das für jeden umsetzbar ist.

Seitdem ich diese Punkte in meine tägliche Routine integriert habe, fühle ich mich generell viel energiegeladener und einfach wohler in meinem Körper. Probier es einfach aus und schau was dir gut tut. Zuviel auf einmal? Kein Stress. Lass dir Zeit und probier nach und nach einen neuen Rhythmus in deinen Alltag zu bringen.

1. Öl ziehen

Ja, ich weiß. Viele von uns haben davon schon so oft gehört, aber der Gedanke sich morgens einen Löffel Öl in den Mund zu stecken verursacht bei vielen wohl eher einen Brechreiz als vollkommenes Wohlbehagen. Mich führt seit einiger Zeit er erste Weg morgens ins Bad und ich praktiziere Ölziehen.

Warum das Ganze?

Über Nacht transportiert dein Körper Giftstoffe. Einen Großteil davon über die Mundhöhle. Um diese morgens nicht wieder direkt runterzuschlucken, wird das Ölziehen empfohlen.

Ich verwende dafür am liebsten 1 EL Bio(!)-Kokosöl (du kannst auch Sesamöl oder ein anderes Öl benutzen) und “ziehe” das Öl für 10-20min in meinem Mund hin und her. Vergiss nicht auf die Zahnzwischenräume! 🙂

Du kannst die Zeit nutzen um währenddessen anderen morgendliche Aktivitäten nachzugehen. Wenn es die Zeit erlaubt gehe ich gerne noch kurz an die frische Luft um gleich morgens frische Gedanken zu sammeln, oder ich räume die Wohnung etwas auf! 🙂

Im Anschluss das Öl ausspucken und den Mund mit Wasser spülen. Ich nehme dann meinen Zungenschaber und entferne auch noch die Beläge auf der Zunge, bevor ich mich ans übliche Zähneputzen mache.

Diese Routine hat neben der Entgiftung auch noch den Effekt,  dass bei regelmäßiger Anwendung Zahnverfärbungen verschwinden und natürlich Karies vorgebeugt wir.

2. Mein morgendlicher Push für den Stoffwechsel – Kurkuma-Zitronenwasser

Gleich im Anschluss an meine Mundhygiene bereite ich mir ein lauwarmes Wasser mit etwas Zitrone und Kurkumapulver. Dadurch können dein Verdauungssytem und der Stoffwechsel langsam aufwachen. Außerdem werden gleich morgens deine Flüssigkeitsspeicher wieder aufgefüllt und die antioxidativen Stoffe im Kurkuma und die basische Wirkung der Zitrone tun dir doppelt gut.

Die antioxidativen Stoffe im Kurkuma und die basische Wirkung der Zitrone tun doppelt gut.

3. Essen ODER Trinken

Um deine Verdauungskraft nicht zu schwächen wird laut Ayurveda empfohlen eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen nichts mehr zu trinken. Ansonsten löscht du quasi dein Verdauungsfeuer indem du die Magensäure mit Flüßigkeit “verdünnst” und dein Essen nicht mehr so gut verarbeitet werden kann. Also spar dir das Glas Wein lieber für danach oder trinke es als Aperitiv! 😉

4. Wärmende Mahlzeiten

Ich liebe Rohkost. Salat, Gemüsesticks oder Obst sind vor allem im Sommer meine absoluten Favoriten.  Ein grüner Smoothie zum Frühstück gehört ebenso dazu. Leider merke ich auch immer, dass diese Angewohnheit mir und meiner Verdauung nicht so gut tut und wir alle wissen, so ein Blähbauch kann ganz schön unangenehm sein.

Im Ayurveda spielt die Zubereitung der Speisen eine ganz wesentliche Rolle. Neben den Gewürzen geht es auch um die Temperatur der Nahrungsmittel. Neben den Gewürzen ist auch die Temperatur der Nahrungsmittel entscheidend.

Wenn man also kühlende Speisen ist, und diese zusätzlich auch noch roh verzehrt, dann muss dein Körper das Essen erst aufwärmen und benötigt zusätzliches Feuer. Das ist natürlich anstrengend. Daher empfiehlt es sich vorwiegen gekochte, warme Speisen zu essen. Das regt nämlich die Verdauung und den Stoffwechsel an.

Klar kannst du ab und zu einen Smoothie trinken, aber vielleicht nicht gerade schon morgens und nicht jeden Tag! Ich habe mich damit mittlerweile sehr gut arrangiert und ich muss sagen ich fühle mich nach einer warmen Mahlzeit nicht nur besser gesättigt, sondern habe auch ein angenehmeres Bauchgefühl!

5. Iss morgens wie ein Kaiser, abends wie ein Bettelmann

Dieses Sprichwort kennen wir wohl noch alle von unseren Großmüttern. Unser Körper durchläuft während des Tages unterschiedliche Phasen. Auch unserer Verdauung und unser Stoffwechsel sind mal stärker, mal schwächer.

In der heutigen Zeit ist es üblich, dass man abends die Hauptmahlzeit zu sich nimmt. Stressige Jobs, Uni, Freizeit. Wir nehmen uns kaum noch Zeit zum Essen und hier mal ein schnelles Sandwich to go ist für die meisten am täglichen Speiseplan. Abends sind wir dann ausgehungert und hauen so richtig rein.

Unser Verdauungsfeuer ist zur Mittagszeit am stärksten. Dementsprechend sollten wir auch zu dieser Zeit unsere Hauptmahlzeit einnehmen. Wer am Vortag etwas vorkocht, ist damit immer auf der sicheren Seite. Keine Zeit oder auf das Kantinen essen angewiesen? Dann versuche deine Auswahl möglichst ausgewogen zu gestalten, denn das tägliche Schnitzel mit Pommes, ist auch für das stärkste Verdauungsfeuer eine zu große Herausforderung. Aber ab und an natürlich erlaubt.

Das vielgepriesene Frühstück spielt im Ayurveda hingegen eine weniger wichtige Rolle. Du kriegst morgens keinen Bissen runter? Das ist ok. Iss am frühen Vormittag eine Kleinigkeit (am besten ein kleines warmes Porridge 🙂 )

Wie immer gilt im Ayurveda finde was DIR gut tut!

Abends solltest du nur mehr etwas Leichtes essen. Suppen oder leichte Eintöpfe eignen sich hier am Besten und sind vor allem in der kühlen Jahreszeit ein echtes Wohlfühlessen.

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