Hormone sind Botenstoffe, die wichtige Informationen vom Gehirn zu den Organen, Gewebe und Zellen senden. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt, wir bauen Muskeln auf, können uns entspannen, sind gut gelaunt und voller Energie.

Der Lebensstil spielt eine wichtige Rolle, damit unsere Hormonsystem funktoniert . Nur so können die richtigen bzw. ausreichende Informationen zwischen Hormonen, und dem restlichen Körper ausgetauscht werden.

Unsere Ernährung, ausreichend Bewegung und auch die Art der Bewegung, sind nur zwei Komponenten die unsere Hormone beeinflussen. Genügend Schlaf und Ruhephasen sind ebenso wichtig und beeinflussen die Hormonbalance.

Wir alle kennen diese Phasen in denen wir uns weniger gesund ernähren, kaum Sport machen, vom Alltag ständig gestresst sind und dauernd unter Strom stehen. Aber auch Phasen in denen wir sehr viel trainieren, weil wir uns zum Beispiel auf einen Wettkampf vorbereiten wollen, können das Hormonsystem aus der Bahn werfen. Manchmal kann unser Körper für eine ziemlich lange Zeit damit umgehen, und wir fühlen uns trotzdem wohl. Bei manchen reagiert der Körper sofort und wir fühlen uns schnell schlapp und ungesund.

Folgende typischen Lebenssituationen sind ein Zeichen dafür, das unsere Hormone außer Balance sind.

 

Morgens kommen wir nicht aus den Federn 

Ich denke beinahe jeder kennt das. Vor allem im Winter wenn es draußen dunkel ist, schaffen wir es einfach nicht aus den Federn. Die Snooze Taste am Wecker wird unser bester Freund.

Wenn wir in den kalten Jahreszeiten schwerer aus den Federn kommen, ist das auch durchaus normal. Haben wir aber das Gefühl, dass das eigentlich gar nicht zu uns passt und wir ständig müde sind, könnte das ein Zeichen sein, dass unser Biorhythmus gestört ist. Wir fühlen uns schlapp, träge, matt und können uns auch über den Tag nicht richtig motivieren und aufraffen.

Uns fehlt der morgendliche Cortisol Booster

Das Hormon Cortisol, weitläufgi als Stresshormon bekannt, spielt hier eine wesentliche Rolle. Normalerweise haben wir am Morgen ein hohes Cortisol Level. Das ausgeschüttete Cortisol weckt uns auf, bringt unser Gehirn auf Touren und macht uns bereit für den Tag. Wenn wir also in der Früh einfach nicht raus kommen, dann fehlt und dieser morgendliche Cortisol Schub.

Wie kommt es dazu?

Um durch den stressigen Tag zu kommen, versuchen wir uns mit einem hohen Kaffeekonsum oder dem Griff zum Schokoriegel über Wasser zu halten. Abends trinken wir gerne ein paar Gläschen Alkohol um vom stressigen Tag herunterzukommen. Dieser Lebensstil ist genau das Richtige, wenn wir unseren Biorhythmus zerstören wollen.

Was können wir also dagegen tun?

Kein Kaffee und Alkohol für eine Woche. Ich weiß, das klingt scheinbar unmöglich. Vor allem der Teil mit dem Kaffee (nehme ich an :-)). Den Kaffee am Morgen kann man sehr gut durch grünen Tee ersetzen. Nachmittags besser Kräutertee, Wasser oder auch auf eine goldene Milch (Rezept dazu findest du hier) umsteigen. Der grüne Tee würde hier wieder zu sehr stimulieren. Abends das Gläschen Alkohol wird durch Wasser ersetzt. Auch wenn die ersten Tage weiterhin durch Müdigkeit und eventuell ein paar Kopfschmerzen (abhängig vom üblichen Kaffeekonsum) begleitet werden, am Ende der Woche wird uns unser natürlicher Biorhythmus wieder aus dem Bett jagen.

 

Und täglich grüßt das Mittagstief

Einmal Pasta zum Mittagessen und ein kleines Nickerchen danach.

Das typische Mittagstief wenn wir aus der Pause zurück an unseren Schreibtisch kommen kennen die Meisten. Manchmal erwischt uns dieses Tief auch schon mitten am Vormittag, obwohl wir ja ausgiebig gefrühstückt haben, und voller Energie sein sollten.

Insulin ist für die Blutzuckerregulierung verantwortlich.

Wenn wir ständig nach dem Essen einen Einbruch haben, dann kann das daran liegen, dass unser Insulinspiegel zu niedrig ist. Insulin ist das Hormon, welches unseren Blutzucker reguliert. Wenn wir eine Mahlzeit mit vielen Kohlenhydraten essen, wie es z.B. bei Pasta, Müsli oder Marmeladenbrötchen der Fall ist, steigt unser Blutzucker. Das Insulin ist dafür zuständig diesen Zucker in unsere Zellen zu transportieren, wo er dann zu Energie umgewandelt wird. Wenn wir aber zuwenig Insulin zur Verfügung haben, kann der Zucker nicht umgewandelt werden.

Was können wir also tun um nicht ständig von diesen Tiefs überfallen zu werden?

Ausgewogene Mahlzeiten, die mehr Proteine und nicht nur Kohlenhydrate enthalten können unseren Blutzuckerspiegel in Balance halten. Wenn wir Kohlenhydrate zu uns nehmen, dann bevorzugt in der Vollkornvariante, da diese länger benötigen um in den Blutkreislauf zu gelangen und den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lassen. Generell sollten unsere Mahlzeiten neben Kohlenhydraten auch immer ausreichen Proteine und Ballaststoffe enthalten, damit sie uns die notwendige Energie geben.

 

Wenn der Heißhunger kommt

Wenn du ständig noch etwas Süßes nach dem Mittagessen brauchst, abends eine Tafel Schokolade auf der Couch verputzen kannst, und der Griff in die Schreibtischschublade aka Süßigkeitenschublade auf der Tagesordnung steht, dann solltest du dem Hormon #Leptin etwas mehr Zuwendung geben.

Insulin und Cortisol blockieren Leptin

Leptin ist das “Sättigungshormon”. Wenn wir zu wenig davon produzieren, kommt es dazu, dass sich unser Körper ständig ungesättigt fühlt, da er nicht die Information bekommt “ich bin satt”. Das niedrige Leptin Niveau in unserem Körper hängt mit einem zu hohen Insulinspiegel zusammen. (Siehe Punkt 2). Das Insulin blockt das Leptin und führt dazu, dass wir nach mehr Kohlenhydraten verlangen. Auch ein zu hohes Stresslevel (Cortisol) blockiert das Leptin im Körper.

In Stresssituationen greifen wir dann wieder zu etwas Süßem um uns zu beruhigen. Das lässt den Insulinspiegel ansteigen usw. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen müssen wir als langfristig unseren Insulin- und Cortisolspiegel regulieren.

Kurzfristig können wir versuchen unseren Heißhunger mit dunkler Schokolade (mind. 70 % Kakaoanteil) gefrorenen Beeren oder Trauben zu umgehen. Auch ein kurzen Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder wirken.

 

Das ungeliebte Muffin Top – Schwimmreifen 2.0

Eine erhöhte Fettansammlung um den Bauch ist ein Zeichen für viszerales Fett, welches sich um unsere Organe bildet. Dieses Körperfett ist besonders gefährlich für unsere Gesundheit und führt zu inneren Entzündungen. Die meisten Cortisol Rezeptoren, befinden sich in unserer Körpermitte. Wenn sich dann ein ungeliebter Schwimmreifen um unseren Bauch bildet, ist das ein Zeichen, dass das Stresshormon außer Balance ist. Dadurch nehmen wir um den Bauch zu.

Cortisol und Insulin sind wie Yin und Yang

Die Lösung in diesem Fall: Kein Alkohol mehr, vor allem kein Bier. Der bekannte Bierbauch kommt nicht von ungefähr. Das ungeliebte Bauchfett hängt nämlich auch wieder stark mit unserem Insulinspiegel zusammen. Um diesen zu senken, ist der Verzicht auf Alkohol, und damit die Reduktion von Kohlenhydraten eine gute Möglichkeit.

Du siehst als Cortisol und Insulin sind wie Yin und Yang. Das heißt sie sind miteinander in einer Wechselbeziehung verbunden. Wenn unser Stresslevel (Cortisol) niedrig ist, und wir uns ausgeglichen fühlen, dann greifen wir seltener zu Süßigkeiten und Nahrungsmitteln, die unseren Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Dadurch ist unser Insulinlevel ausgeglichen, und wir fühlen uns auch ohne Zucker und Koffein energiegeladen.

Mehr zum Thema Hormone

Newsletter Anmeldung

Melde dich für meinen Newsletter an und erfahre alles Neue rund um Ayurveda

Jetzt anmelden und kostenlosen Modern Ayurveda Detox Plan holen!

Du hast dich erfolgreich angemeldet.

Pin It on Pinterest

Share This