„Die Hormone sind schuld“ – wenn du diesen Satz nicht bereits selbst öfters mal verwendest, hast du ihn bestimmt schon mal gehört.

Obwohl viele gar nicht genau wissen, was Hormone eigentlich sind, spielen sie in unserem Leben doch eine wesentliche Rolle.

Was sind Hormone?

Kurz erklärt, Hormone sind chemische Botenstoffe, die unser Körper über die Drüsen in unserem endokrinen System produziert (z.B. Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Hoden, Eierstöcke, etc.). Diese Hormone haben starke Auswirkungen auf viele der grundlegenden Prozesse unseres Körpers. Unser Hungergefühl wird ebenso von Hormonen beeinflusst wie unser Fortpflanzungssystem.

Auch unsere Stimmung, Gewicht und Schlafgewohnheiten werden von Hormonen mitbestimmt. Nicht umsonst beschäftigt sich Ayurveda auch mit all diesen Funktionen.

Die Kombination der verschiedenen Botenstoffe im Körper ist wichtig für unser allgemeines Wohlbefinden.

Im Ayurveda wird das Hormonsystem als Zellfeuer (Dhatu Agni) bezeichnet. Hormone und Enzyme werden im Ayurveda nach ihren Funktionen betrachtet und eingeteilt. In der Schulmedizin spielt die chemische Klassifizierung eine wesentlichere Rolle.

Der ayurvedische Ansatz ist, dass die Funktion eines Hormons im Körper immer von einem anderen gleichwertigen oder gegensätzlichen Hormon reguliert wird. Auch wenn das Hormon anatomisch gesehen, auf einer ganz anderen Position im Körper produziert wird.

Deshalb wird im Ayurveda nicht nur die betroffene Hormondrüse isoliert betrachtet. Stattdessen geht es um das allgemeine Gleichgewicht.

Mit dem kombinierten Wissen über Ayurveda und das persönliches System können wir intuitiv lernen, wie man Krankheiten vorbeugen oder beseitigen kann, die durch Entscheidungen oder Situationen außerhalb der eigenen Kontrolle verursacht worden sind.

Den Ayurveda zu nutzen, um sich ins Gleichgewicht zu bringen, ist keine Diät oder eine Schnelllösung – was in der schnelllebigen Welt immer angestrebt wird. Alles muss jetzt und sofort passieren. Ayurveda ist anders. Es geht im den langfristigen Lebensstil.

Ayurveda hilft nicht gegen akut auftretende Symptome, sondern dabei, dass diese erst gar nicht entstehen.

Die Wirkung verschiedener Lebensmittel und Kräuter auf diese körperliche Funktionen ist die Grundlage der ayurvedischen Behandlung, nicht ihre Wirkung auf ein bestimmtes Hormon.Ayurveda bietet uns effektive Werkzeuge, um nicht nur Probleme umzukehren, sondern noch hilfreicher, um zu vermeiden, dass das Gleichgewicht in irgendeiner Weise aus dem Gleichgewicht gerät.

Vorbeugen ist besser als Heilen.

Im Wesentlichen lehrt uns Ayurveda, dass wir, um unsere Hormone zu regulieren, ein Gleichgewicht in unser Leben bringen müssen – und das bedeutet Geist, Körper und Seele. Wir müssen verstehen, dass unsere Hormone nicht einfach so aus dem Gleichgewicht geraten. Sie reagieren auf unsere Erfahrungen: unsere Beziehungen, Emotionen, Reaktionen, Gedanken und Umgebung.

Hormone kommen in Balance, wenn unser Leben in Balance kommt.

Die Schulmedizin versucht unsere Hormone extern auszugleichen, um das Wohlbefinden zu fördern.Die Behandlung des Symptoms ist aber oft eine kurzfristige Lösung, die zu weiteren Komplikationen führen kann.

In der modernen Welt erleben wir derzeit viele Probleme mit Hormonabhängigkeit. Es ist quasi schon normal Hormone für die Schilddrüse zu nehmen, Hormone zur Verhütung, Hormone um Schwanger zu werden usw.

Die Einführung eines synthetischen Hormons mag bei bestimmten Krankheiten durchaus eine sinnvoll und wichtig sein, aber es zerstört den empfindlichen Feedback-Mechanismus, der das Gleichgewicht der Hormone in unserem Körper fördert.

Ayurveda ist ein Leitfaden, wie man sich ganzheitlich einschätzen kann. So kann man direkt die Ungleichgewichte beseitigen, die zu hormonellen Problemen führen.

Das kannst du für deinen Hormonhaushalt tun

Folgende Punkte helfen dabei unser Gleichgewicht wieder herzustellen.

  • Innere Einstellung und unseren Lebensstil überdenken und mehr zur Natur zurückkehren
  • Ausreichender, erholsamer Schlaf (- glaub mir ich weiß wovon ich spreche, es macht einen riesen Unterschied!)
  • bewusste regelmäßige Bewegung (auch wenn du dich am Anfang überwinden musst, du wirst es lieben) 
  • Übermäßige Reize und hormonstörendes blaues Licht am Abend reduzieren und möglichst viel Tageslicht erhalten (im Herbst die Mittagspause mal draußen verbringen!) 
  • Das Verdauungsfeuer zünden – du bist was du verdaust! 

Die Ernährung ist wichtig für unser Wohlbefinden und beeinflusst unser Verdauung. Die Verdauung ist wesentlich für unser Wohlbefinden verantwortlich. Wir wissen mittlerweile alle wie wichtig das Darmmikrobiom für die allgemeine Gesundheit ist. In der Praxis bedeutet das, gut gekochte Lebensmittel aus frischen, lokalen, saisonalen Zutaten zu bevorzugen. Auch die Kombinationen der Lebensmittel die den durcheinander bringen können spielen eine Rolle. (z.B. Milchprodukte mit Obst).

Hormone und Doshas

Der Ausgleich unserer Hormone hängt auch mit unserer Konstitution zusammen.

Der dynamische Alltag in der heutigen Zeit führt dazu, dass sich viele von uns gestresst fühlen. Stress hat viele Vata Eigenschaften. Man fühlt sich hin und hergerissen, findet kaum Ruhe, ist immer auf 180 und möchte alles auf einmal schaffen. In diesem Fall ist es wichtig diese Vata Eigenschaften zu verringern.

Dies kann man indem man bei der Ernährung darauf achtet, mehr warme Speisen zu Essen. Eine Schüssel Suppe oder Eintopf ist da genau richtig. Und in dieser kühlen Jahreszeit auch immer ein beliebtes Essen. (Mehr zum Thema Ayurveda im Herbst) 

Auch meditieren oder einfach öfters tief durchatmen können zumindest ein bisschen helfen.

Wenn du dein Dosha nicht kennst oder merkst, dass du unausgewogen bist, kann dies zu einem hormonellen Ungleichgewicht führen. Das führt in Folge zu einer Vielzahl anderer Probleme im Zusammenhang. Man kann hier auch mit natürlichen Heilmitteln etwas nachhelfen. Adaptogene, auch im Ayurveda als Heilmittel genutzt, gewinnen im Westen immer mehr an Bedeutung wenn es um das Thema Hormonbalance geht.

Adaptogene wirken ganzheitlich, also nicht nur in Teilbereichen des Körpers, sondern im ganzen Körper. Sie können als Tee, in Pulverform oder in Kapselform eingenommen werden. Altbewährtes wie Johanniskraut oder Ginseng bekommt in letzter Zeit Gesellschaft von Reishi (Pilz mit Anti-Aging Wirkung) Ashwaganda (Schlafbeere, sehr beliebt im Ayurveda gegen Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Stress, aber auch bei Nervosität und Bluthochdruck) & Co.

Wer sich dazu entscheidet Adaptogene in den eigenen Lifestyle mit einzubauen, sollte sich vor ab auf jeden Fall von einem Experten beraten lassen. Es ist immer besser, mit einem ayurvedischen Arzt zusammenzuarbeiten, um bestimmte Tinkturen und stärkere pflanzliche Mittel zu erhalten.

Wenn du dich besonders aus dem Gleichgewicht fühlst, kann es an der Zeit sein, ein Panchakarma (ayurvedische Entgiftung) in Verbindung mit einem Ayurveda Arzt in Betracht zu ziehen.

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