Schon gewusst, unsere Haut ist das größte Organ unseres Körpers und ein Spiegel unserer Gesundheit. Die folgende ayurvedische Hautpflege Routine, ist eine einfache und tolle Möglichkeit um die Haut auf ganzheitliche Weise frisch und jung zu halten.

 

1. Iss dich schön – Hautpflege von außen

Ja ich weiß, man kann es nicht mehr hören. Aber die richtige Ernährung ist das Um und Auf für eine schöne und frisch aussehende Haut. Für mich persönlich sind Zucker und Milchprodukte absolute No Go’s wenn es um reine Haut geht. Schon am nächsten Tag merke ich, dass sich mitten auf der Stirn unschöne Pickelchen ihren Weg bahnen und sich tiefe Augenringe bilden. Natürlich gönne ich mir trotzdem ab und an etwas Soulfood, aber in Maßen.

Gemüse, Gemüse, Gemüse.

Frisches Gemüse wie Spargel, Karotten, Gurken, Fenchel oder Rettich sind für alle Doshas geeignet (Doshas im Ayurveda), und sollten daher bei jedem von uns regelmäßig am Speiseplan stehen.

Diese Gemüsesorten sind besonders leicht und haben einen hohen Wasseranteil. Und das tolle daran ist, dass das Gemüse vielseitig verwendet werden kann. Ob in einen Salat geschnippelt oder z.B. in einem leckeren Curry verarbeitet, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So kann man das Gemüse passend zum eigenen Dosha verwenden.

In der Würze liegt die Kraft

Gewürze sind die Basis der ayurvedischen Küche. Für den besonderen Hautpflegekick werden Kurkuma, Cayenne, Schwarzer Pfeffer und Ingwer in moderater Form eingesetzt. Diese Gewürze fördern einerseits die Verdauung und erhöhen das Agni, und gleichzeitig helfen sie dabei, Giftstoffe aus dem Körper zu transportieren. Die Verdauung ist ein wesentlicher Aspekt für schöne Haut. Ein gesunder Darm bringt Strahlen in das Gesicht!

 

2. Nüsse und Samen – Proteine für die Haut

Ein weiterer einfacher Hautpflegetipp sind Nüsse und Samen. Diese sollten in der Ernährung einen fixen Platz bekommen. Nüsse und Kerne sind reich an Protein, Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und natürlich gesunden Fetten. Man kann die Nüsse roh (aber bitte ungesalzen) zwischendurch snacken oder als Topping auf Salaten oder im Müsli verwenden.

Walnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Pistazien, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne sind ein toller Snack, und sollten daher unbedingt auf den Teller. Gesalzene Erdnüsse gehören hier nicht dazu! 🙂

Wenn die Verdauung sich schwer tut, dann hilft es, die Nüsse über Nacht einzuweichen. Dadurch können sie leichter verwertet werden. Da Nüsse auch viel Fett enthalten, sollten sie moderat gegessen werden. 1 EL auf das Porridge am Morgen oder als Snack zu einem Apfel zwischendurch sind ok. Die ganze Packung Studentenfutter auf einmal, ist zu viel.

 

3. Hautpflegedrinks für frisches Aussehen

Keine frische und strahlende Haut ohne ausreichend Wasser. Nur so wird die Haut von innen mit Feuchtigkeit versorgt und das Verdauungssystem bleibt in Schwung.

Wasser und Tee anstelle Limo & Co.

Je nachdem welchem Dosha wir zugehörigen, sollten wir auf die Temperatur der Getränke achten. Vata kann besser warmes Wasser trinken, für Pitta ist Raumtemperatur optimal und heißes Wasser wird für Kapha empfohlen. Wer nicht ständig nur Wasser trinken möchte, kann immer wieder Kräutertees mit einbeziehen. Eine Tasse Kräutertee versorgt uns mit Antioxidantien, die die Haut schützen.

Ayurvedischer Detoxtee

Ingwer, Kardamom, Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen, Fenchelsamen. Die Gewürze mit heißem Wasser überbrühen und ca. 10 min ziehen lassen. Anschließend über den Tag verteilt trinken. In meiner Morgenroutine gehört ein Tee aus frischem Ingwer, Zitrone und etwas Honig einfach dazu. Auch biologischer Tulsi Grüntee ist eine echte Wunderwaffe für schöne Haut.

4. Alles raus – schwitzen für dein Strahlen

Bewegung ist eine wichtige Säule für unsere Gesundheit und somit auch für die Haut. Eine fordernde Bewegungsroutine verbessert die Verdauung, stärkt das Immunsystem und kräftigt den Körper. Regelmäßiger Sport, unter anderem auch Yoga, helfen dabei, das Vata im Körper zu balancieren und ins Schwitzen zu kommen. Dadurch werden die Giftstoffe (Ama) aus dem Körper geleitet. Es empfiehlt sich 5 mal pro Woche Sport in welcher Form auch immer, in die Alltagsroutine mit einzubauen. Aber auch schon 2-3 Workouts pro Woche unterstützen den Körper dabei gesund zu bleiben und sich von Ama zu befreien.

 

5. Tief durchatmen – Entspannend schön

Das Wichtigste ayurvedische Hautpflegeprodukt haben wir bereits in uns. Die Art wie wir atmen beeinflusst unsere Haut. Wenn wir eine flache Atmung haben, sehen wir auch fahler aus, denn Stress entzieht unserer Haut Feuchtigkeit. Wenn wir tief und bewusst atmen, dann bekommen wir ausreichend Sauerstoff, der sich in unseren Zellen ausbreitet und unsere Haut strahlen lässt.

Atemübungen (Pranayama) helfen dabei die natürliche Atmung zu verbessern.

 

6. Schlafen – in der Ruhe liegt die Kraft

Zu wenig Schlaf ist eine Angewohnheit, die den Meisten von uns zu schaffen macht. Die Bedeutung von Ruhephasen wird im Ayurveda großgeschrieben. Ausreichend Schlaf ist ebenso wichtig wie regelmäßige Bewegung. Wenn wir wenig Schlaf bekommen, kann unser System nicht herunterfahren und wir sind innerlich gestresst und aus der Balance.

7 h Schlaf sind am erholsamsten für den Körper.

7 Stunden Nachtruhe sollten unbedingt eingehalten werden,damit wir morgens frisch und vital in den Spiegel blicken können. Aus ayurvedischer Sicht sollte man zwischen 22 Uhr und 22:30 Uhr ins Bett gehen und vor Sonnenaufgang aufstehen. (Mehr dazu hier)

 

7. Tägliche Reinigung 

Um die Haut von den alltäglichen Giften, abgestorbenen Zellen und zu viel Öl und Make Up zu befreien, ist die tägliche Reinigung ein Muss. Die ayurvedische Hautreinigung ist sehr simpel und verzichtet auf seifenbasierte Gesichtsreiniger, da diese die Haut austrocknen.

Rosenwasser – die pure Reinheit

Es klingt vermutlich etwas dekadent und sehr nach Cleopatra, aber Rosenwasser ist ein hervorragendes Hautreinigungsprodukt. Wenn die Haut eher zu Trockenheit neigt (Vata), ist Rosenwasser mit Milch das richtige Mittel um das Gesicht zu reinigen. Pittas sollten nur Rosenwasser verwenden. Für Kapha empfiehlt es sich zusätzlich das Gesicht 2 mal täglich mit warmen Wasser zu waschen, um die Haut von zu viel Öl zu befreien.

 

8. Schenk dir etwas Natürlichkeit

Im Ayurveda werden nur natürliche Öle zum eincremen und pflegen der Haut empfohlen. Für Vata Haut sind Sesamöl, Mandelöl oder Rizinusöl empfehlenswert. Besonders Sesamöl hat viele positive Eigenschaften und es wird daher am häufigsten für ayurvedische Massagen und Anwendungen benutzt.

Ein Tipp: Wem der Geruch von Sesamöl missfällt, einfach ein paar Tropfen ätherisches Öl dazumischen.

Für Pitta Haut sind Kokosnussöl, Olivenöl oder Sonnenblumenöl mit ein paar Tropfen Lavendel oder Süßholzöl die passende Pflege. Diese Öle sind eher kühlend und trocknend. Daher sind sie für Vata nicht zu empfehlen. Nachdem Kapha Haut bereits eher fettig ist, benötigt die Haut kaum zusätzliches Öl. Sonnenblumenöl oder Senföl in kleinen Maßen sind für ölige Haut geeignet, da diese die Haut austrocknen.

 

9. Peelings und Dampfbäder

In der ayurvedischen Hautpflege geht es vor allem darum, die Haut von Ama zu befreien. Daher gehören regelmäßige Peelings und Dampfbäder auf jeden Fall dazu.

Ayurvedisches Körperpeeling

Ein Körperpeeling, dass für alle Doshas geeignet ist, besteht aus Kurkumapulver, Süßholzpaste, Kichererbsenmehl, Rosenwasser und Milch. Diese Paste am Körper verteilen und nach ca. 10 Minuten mit lauwarmen Wasser entfernen. Für Vata ist ein Mix aus Reis- und Mandelmehl besonders nährend. Alle Pittas können dem Peeling noch etwas Zucker hinzufügen, damit die Haut noch stärker von abgestorbenen Zellen befreit wird. Nur für Kapha sind Peelings auf Salzbasis zu empfehlen, da diese die anderen Hauttypen zu sehr austrocknen. Salz mit Honig mischen und auftragen. Einfach uns wirksam.

Zusätzlich zu Peelings sind auch Dampfäder ein echter Hochgenuss für unsere Haut.

Gesichtssauna für zu Hause

Zuerst die Haut gut einölen um die Gifte aus der Haut zu ziehen. Dann einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Jetzt den Kopf über den Topf halten, und mit einem Handtuch abdecken, damit eine kleine Dampfsauna für dein Gesicht entsteht. Jetzt für etwa 5 Minute tief ein- und ausatmen und genießen. Wer den Luxus einer eigenen Badewanne genießt, sollte sich regelmäßig ein heißes Bad gönnen. Hier nur natürliche Badesalze verwenden und nach 15-20 min wieder aus dem Wasser gehen, um die Haut nicht zu sehr zu beanspruchen.

 

10. Ayurvedische Trockenmassage

Trockenbürsten gehört definitiv zur ayurvedischen Hautpflege. Die Haut wird revitalisiert und von Hautschüppchen entfernt. Trockenmassagen fördern die Durchblutung und unterstützen die Lymphtätigkeit im Körper. Der beste Zeitpunkt für dieses Ritual ist vor der morgendlichen Dusche, um die Blutzirkulation in Gang zu bringen . Die passenden Bürsten oder Schwämme dafür, findet man in jeder Drogerie.

Den ganzen Körper von den Füßen aufwärts mit einer kreisförmigen Bewegung massieren. Zuerst die Beine, dann die Oberschenkel. Bauch, Nacken, Hände und Schultern. Vor allem die Lymphen (in den Kniekehlen, Achseln und in der Leistengegend) verdienen etwas mehr Aufmerksamkeit, um den Entgiftungsprozess in Gang zu bringen.

Ich hoffe diese 10 Tipps für eine ayurvedische Hautroutine helfen dabei, die Haut frisch und jung zu halten, und das persönliche Körpergefühl noch mehr zu steigernn

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