Ob High Carb, Low Carb, Veganer, Paleos, Clean-Eater oder Rohköstler. In den letzten Jahren nimmt das persönliche Essverhalten in unserer Gesellschaft einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Ernährung ist Trend. Je komplexer desto hipper. Du bist was du isst, oder besser was du NICHT isst. Die eigene Ernärhung ist ein Statement und  Mittel um sich abzugrenzen und darzustellen.

 

Frei von –  unsere Ernährung im Wandel

Mittlerweile sind Bezeichnungen wie glutenfrei oder laktosefrei schon Standard und viele Restaurants bieten besondere Gerichte an, die zum Beispiel den Anforderungen der veganen Ernährung entsprechen oder Paleo konform sind.

Ich finde es toll, dass es mittlerweile eine derart große Auswahl an Lebensmitteln gibt, die sich den Nahrungsmittelunverträglichkeiten angepasst haben. Es wurde auch Zeit, dass Menschen, die tatsächlich an Unverträglichkeiten leiden mittlerweile kaum noch Einschränkungen bei der Sortiments Vielfalt eines Supermarktes in Kauf nehmen müssen und auch ohne Probleme in einem Großteil der Restaurants essen können, ohne sich als Außenseiter zu fühlen.

Die Zahl derjenigen, die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden steigt  in den letzten Jahren ständig und daher ist es nur eine logische Schlussfolgerung, dass sich die Lebensmittelindustrie und die Gastronomie den Anforderungen anpassen. Aber genau diese Entwicklung ist erschreckend. Man muss sich die Frage stellen woran es liegt, dass mittlerweile beinahe jeder irgendwelche Lebensmittel nicht verträgt oder aus anderen gesundheitlichen Gründen aus seiner Ernährung eliminiert. Die Gründe hierfür sind vielfältig und werden ja auch immer wieder in verschiedenen Studien untersucht.

 

Essen mit Freunden – reine Nervensache

Eine übliche Verabredung zum gemeinsamen Essen unter Freunden, kann heutzutage schon mal zu einer hoch komplexen Angelegenheit werden. Es treffen die unterschiedlichsten Fraktionen in Sachen Ernährungsweise aufeinander und versuchen sich gegenseitig, mit „semi-wissenschaftlichen“ Erkenntnissen von DER einen richtigen Ernährungsweise zu überzeugen. Dass sich die Zusammensetzung der Fraktionszugehörigkeit binnen weniger Wochen trotz gleichbleibender Teilnehmer ändert ist hier übrigens nicht ausgeschlossen.

So setzen sich Weizenverweigerer, Laktoseintolerante, Veganer und Paleos zum gemeinsamen Essen hin. Nachdem jeder seine Bestellung aufgegeben hat (ein hoch auf jeden Kellner, der in diesem Fall noch geduldig jede Änderung des ursprünglichen Gerichtes aufnimmt) und die Mahlzeiten Instagram konform abfotografiert hat, wird dann endlich gegessen. Nicht zu beneiden sind in so einer Runde neben den Kellnern die häufig auftretenden Detoxer die an einem überteuerten Gurkensaft (als Green Machine oder Ähnliches bezeichnet) nippen und genüsslich auf den Teller des mittlerweile seltenen Phänomens des Allesessers starren, der genussvoll seine Lasagne al forno verdrückt. Ein typischer Abend unter Freunden eben.

Klar ist das ganze etwas überspitzt dargestellt, aber ich denke ihr versteht worauf ich hinaus möchte.

 

Meine persönliche Food Journey

Ich muss ja zugeben, dass Ernährung auch bei mir eine wichtige Rolle spielt. Ich versuche möglichst ausgewogen und gesund zu essen. Und um dort hinzukommen wo ich heute stehe, habe ich mich mit verschiedensten Trenddiäten auseinandergesetzt, alles möglich ausprobiert aber nie das Passende für mich gefunden.

Rückblickend habe ich den Großteil meiner frühen Zwanziger damit verbracht irgendwelchen Diäten zu folgen, in der Hoffnung eines Tages mit dem Body von Jessica Alba am Strand zu liegen. Was sich natürlich als äußerst realistisch erwiesen hat, wenn man bedenkt, dass ich gerade mal 1.60 m groß bin und mein Körperbau in keiner Art und Weise dem eines Laufstegmodels entspricht.

Mittlerweile bin ich aber endlich an einem Punkt angelangt, wo ich erkannt habe, dass eine ausgewogene Ernährung, bei der ich mir nichts verbiete am besten zu mir und meinem Leben passt.

Ich esse möglichst wenige verarbeitete Lebensmittel und versuche großteils selbst zu kochen. Es wäre aber total unrealistisch zu behaupten ich hätte nie Bock auf den üblichen ungesunden Schmarrn. Ich gönne mir  gerne mal ein paar Stück Schokolade (ich liebe Schoki mit einem Kakaogehalt von 80 %), esse gerne mal ein paar Pommes, Popcorn oder eine Pizza. Dadurch habe ich nie das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen und ernähre mich trotzdem zu einem großen Teil aus frischen, gesunden, vitaminreichen Lebensmitteln ohne irgendwelche Zusatzstoffe und weiß, dass ich meinem Körper das gebe was er braucht.

 

Ernährung nicht überbewerten

Auch wenn für mich Ernährung eine große Rolle spielt, finde ich, dass das Essverhalten nicht dermaßen in den Lebensmittelpunkt gerückt werden sollte, wie es in letzter Zeit der Fall ist.

Genießt euer Essen, versucht eurem Körper das zu geben was er braucht, aber versucht nicht jedem Trend hinterherzujagen und seht das Ganze auch mal etwas entspannter. Hört auf euren Körper, er sagt euch was er braucht. Und wenn das zwischendurch mal Pommes oder Schoko sein sollen, dann auch bitte gerne und ohne schlechtes Gewissen. Balance ist hier das Wichtigste. Schließlich ist und bleibt das Essen am Ende des Tages eine Notwendigkeit, damit unser Körper funktionieren kann, uns Energie schenkt und wir uns fit für das Leben fühlen, welches zu einem großen Teil abseits von Superfoods, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Kalorien stattfindet.

Balanced Food

Balanced Body 

 

 

 

Newsletter Anmeldung

Melde dich für meinen Newsletter an und erfahre alles Neue rund um Ayurveda

Jetzt anmelden und kostenlosen Modern Ayurveda Detox Plan holen!

Du hast dich erfolgreich angemeldet.

Pin It on Pinterest

Share This