Kitchari – ayurvedisch entschlacken

Kitchari (oder auch Kitchadi) ist die “Hühnersuppe” der Ayurvedischen Küche. Egal ob man einen grippalen Effekt hat, sich schlapp fühlt, die Verdauung etwas entlasten möchte, eine kleine Detoxauszeit braucht, oder sich nur nach einer köstlichen Mahlzeit sehnt, dieses Gericht geht immer.

Kitchari ist ein einfaches, kostengünstiges One Pot Gericht, mit großer gesundheitlicher Wirkung.

Das Grundrezept kann man ganz einfach mit passenden Gewürzen, Kräutern  oder etwas Gemüse an das individuelles Dosha anpassen, und es ist somit für jeden geeignet.

 

Superbohne Mung

Mungbohnen haben einen besonderen Platz in der ayurvedischen Küche. Die Hülsenfrucht ist für alle Konstitutionstypen sehr gut verträglich und leicht verdaulich. Man findet die Mungbohne als ganze Bohne (grün) in jedem besser sortierten Supermarkt. Etwas schwieriger ist es Mung Dal zu bekommen. Die gespaltenen Bohnen sind gelb, und sehen aus wie Linsen. In Reformhäusern findet man diese mittlerweile jedoch auch schon beinahe überall.

 

Reis, Reis Baby

Die zweite wichtige Zutat für das Kitchari ist Basmatireis. Die Vollkornvariante ist etwas schwerer verdaulich, weshalb ich hier zu weißem Basmatireis greife. Wenn die Verdauung einwandfrei funktioniert, oder man einfach keinen weißen Basmatireis mag, kann man natürlich gerne die Vollkornvariante wählen.

 

Zubereitung

In der ayurvedischen Küche wird Wert darauf gelegt, möglichst frisch zubereitete Lebensmittel zu essen, und Essen nicht aufzuwärmen, da die Nährstoffe in frisch gekochten Speisen noch alle enthalten sind, und das Essen leichter verdaulich ist.

Frisch kochen klappt zwar nicht immer, aber ich versuche zumindest Reste am selben Tag noch zu verwerten. Das folgende Rezept ist für 1-2 Portionen gedacht. Je nachdem wie groß der Appetit ist.

An den Kochtopf, fertig, los!

 

Wir benötigen

  • 70 g Basmatireis
  • 70 g Mung Dal oder Mung Bohnen (unbedingt über Nacht in Wasser einweichen, damit sie leichter verdaulich sind)
  • 1 EL Ghee (geklärte Butter) oder eine vegane Alternative
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Koriander
  • 1 TL Kurkuma (gemahlen)
  • 1/2 TL Asafoetida
  • 1 cm Stück frischen Ingwer
  • 1 Prise schwarzen Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 370 ml Wasser

Als erstes die eingeweichten Mungbohnen und den Reis gut mit heißem Wasser abwaschen.

In einem Topf Ghee zum Schmelzen bringen und die Gewürzsamen, Lorbeerblatt und den klein geschnittenen Ingwer dazu geben. Warten bis die Kreuzkümmel und Koriandersamen zu poppen beginnen. Zwischendurch etwas umrühren, damit nichts anbrennt. Dann  die Mungbohnen und den Reis dazu geben und mit dem Wasser ablöschen. Jetzt noch die Gewürzpulver Kurkuma, Asafoetida und Pfeffer dazu geben und das Ganze für 20 bis 25 min köcheln lassen.

Hülsenfrüchte niemals in Salzwasser kochen, ansonsten werden sie nicht weich. Salz erst zum Schluss dazugeben!

Nach weniger als einer halben Stunde, haben die Mungbohnen eine weiche Konsistenz und das Kitchari ist fertig. Jetzt noch salzen und abschmecken. Wer möchte kann mit ein paar frischen Kräutern wie Korianderkraut oder Petersilie garnieren. Kitchari wird für Fastenkuren sehr empfohlen. Das Essen ist nährend und zugleich entlastend für den Darm.  Perfekt für eine Detoxkur ohne Hunger.

 

Gut zu wissen

Asafoetida oder Hing ist ein Superfood im Ayurveda. Das Pulver wird aus einer Art scharfem Harz gewonnen. Asafoetida unterstützt die Verdauung, reduziert Blähungen und hilft dabei Toxine los zu werden. Daher wird es besonders gerne bei blähenden Speisen wie Hülsenfrüchten eingesetzt. Der Geschmack erinnert an Knoblauch und Zwiebel und ist sehr empfehlenswert, wenn man zwar den Geschmack im Essen, aber nicht im Mund haben möchte. Aufgrund des etwas starken Geruches wird das Gewürz auch oft als Teufelsdreck bezeichnet und galt in früheren Zeiten als Dämonenabwehr!

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