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Ayurvedisch Kochen für die ganze Familie

Ayurveda in den eigenen Alltag zu integrieren ist oft schon schwer genug. Aber was tun wenn man eine Familie zu versorgen hat und nicht ständig mehrere Menüs zubereiten möchte, nur weil die Liebsten gar keine Lust auf Kitchari & Co haben?

Wie soll du all die verschiedenen Doshas in einer Mahlzeit berücksichtigen und das in einem strikt getakteten Alltag?

Keine Panik. Ayurveda ist auch in einer Familie durchaus umsetzbar. Wie das klappen sollen?

Der richtige Mix

Eine vollwertige Mahlzeit besteht aus Kohlenhydraten, Protein und Gemüse. Ganz wichtig im Ayurveda sind die Gewürze. Und genau diese sind der Schlüssel für eine rundum ayurvedische Familienmahlzeit.

Je nachdem welche Vorlieben und Bedürfnisse die einzelnen Familienmitglieder haben, können sie bei den verschiedensten Gewürzen zugreifen. Wer sich Zeit sparen möchte, kann hier auch gerne zu fertigen Dosha Gewürzmischungen greifen, die man mittlerweile in den meisten Reformhäusern oder Bioläden schon bekommt.

Die Menge machts

Um auf die Doshas der einzelnen ein bisschen einzugehen, kann man das einfach mit dem Mengenverhältnis der Komponenten am Teller umsetzen.

  • Kohlenhydrate (Kartoffeln, Reis, Hirse, Quinoa, Pasta etc.)
  • Protein: Hülsenfrüchte, Linsen, Nüsse, Kerne, Eier, Fleisch, Milchprodukte
  • Gemüse (frisch, möglichst regional und saisonal)
  • Fett (Ghee, Öle, Nüsse, Kerne, Milchprodukte)

Der VATA Teller : 50-30-20

Die luftigen Typen in der Familie können bei den erdenden Kohlenhydraten zugreifen. (50 % in Form von Pasta, Kartoffeln, Reis, Hirse, Quinoa etc.), dazu Gemüse (30%) und der Rest in Form von Protein.  Am Besten besteht ein ayurvedisches Essen aus pflanzlichen Proteinen aber auch tierisches Eiweiß ist in Maßen ok. Für Vata ist es wichtig blähende Proteine zu meiden. Gut geeignet wären Mungbohnen oder rote Linsen als Proteinquelle. Vata tun anregende und erdende Gewürze wie schwarzer Pfeffer, Kreuzkümmel, Ingwer, Kurkuma, Zimt, Nelken etc) und eine extra Portion Fett gut. Dazu 1 TL Ghee oder ein hochwertiges Pflanzenöl über das Essen träufeln.

Der PITTA Teller: 50 -30 -20

Der  hitzige Pitta Typ benötigt Energie.  Auch Pitta sollte den Teller vorwiegend mit Kohlenhydraten füllen. Dazu kommen vor allem pflanzliche (!) Proteine und der Rest in Form von Gemüse und Kräutern. Pitta sollte Salz und zu scharfe Gewürze wie Chilli meiden.

Der KAPHA Teller: 30 -50 – 20

Alle Kaphas am Familientisch können gerne mal die Low Carb Variante probieren. Das heißt den Großteil (50%) des Tellers sollte Gemüse ausmachen. 1/3 Kohlenhydrate und ein kleiner Teil an Protein sind ideal. Die Mahlzeit dann mit scharfen Gewürzen aufpeppen. Salz lieber sparsam einsetzen.

Mehr Geschmack am Tisch

Aber was tun wenn man die Doshas der Einzelnen gar nicht kennt? Viel wichtiger als die Doshas zu berücksichtigen ist es, alle sechs Geschmacksrichtungen auf den Tisch zu bringen und im Laufe der Woche einen abwechslungsreichen Speiseplan zu schaffen.

Ein Mix aus süß, sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend ergibt eine ausgewogene und befriedigende Mahlzeit für alle.  Mehr Information zu den Geschmacksrichtungen findest du hier.

Um deine Familie an die ayurvedische Küche heranzuführen habe ich folgende Tipps für dich:

  • Viel frisches, saisonales und regionales Gemüse einbauen
  • Gewürze und Kräuter gehören immer auf den Tisch
  • Den Teller kann jeder für sich selber zusammen stellen. (Du wirst merken, dass jeder genau dort zugreifen wird, was ihm oder ihr am Besten tut. Vor allem Kinder haben hier eine sehr gute Intuition!)
  • Mahlzeiten planen
  • Die Familie einbinden

Um dir dein Leben zu erleichtern empfehle ich dir am Wochenende einen abwechslungsreichen Plan für die Woche zu erstellen. Das spart dir Zeit in der Küche und beim Einkaufen. Natürlich kannst du unter der Woche kleine Anpassungen vornehmen, aber du hast einen grundsätzlichen Fahrplan zur Hand. Überlege dir doch mal was deine Familie besonders gerne isst und wie du das eventuell mit Gewürzen, einer anderen Art der Zubereitung oder einer vegetarischen Alternative anpassen könntest und so etwas ayurvedischer gestalten kannst!?

Je eher du damit beginnst auch deine Familie bei der Zubereitung mit einzubeziehen, desto rascher können sie sich an die ayurvedische Küche gewöhnen und werden richtig Spaß daran bekommen. Versuche nicht irgendwelche strengen Regelungen umzusetzen, sondern gib ihnen die Chance sich damit anzufreunden mehr Gewürze, Kräuter und frisches Gemüse in die Ernährung aufzunehmen. Spiele mit den verschiedenen Zubereitungsarten und du kannst schon alleine damit vielfältige Gerichte kreieren. Du kannst Gemüse dünsten, braten, grillen, mixen und pürieren. Dazu ein paar geröstete Nüsse oder Samen auf den Teller für ein knuspriges Erlebnis. Spiele mit den Konsistenzen der einzelnen Komponenten genauso wie mit den Geschmäckern.

Egal ob du alle Tipps auf einmal oder Schritt für Schritt mehr Ayurveda in deine Familienküche bringen möchtest. Sei nicht zu streng mit dir und deinen Lieben. Veränderungen benötigen Zeit. Es geht darum Impulse für ein gesünderes und balanciertes Leben zu setzen. Denn genau das ist es was Ayurveda ausmacht und nicht die absolut Dosha konforme Ernährungsweise aus den alten Veden.

Schaffe dir dein eigenes modernes ayurvedisches Leben sowie es dir und deiner Familie am Besten passt und gut tut.

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