Du denkst Ayurveda ist verstaubt, kompliziert und entspricht nicht dem Zeitgeist? Falsch. Heute erfährst was wirklich hinter diesen Vorurteilen steckt. Ayurveda ist für Jeden.

 

Missverständnisse im Ayurveda

Viele die erstmals mit Ayurveda in Berührung kommen sind der Meinung, dass die Ayurvedalehre total mühsam und veraltet ist, und ab sofort nur mehr Currys und Linsen Dahl bis zum Rest ihres Lebens am Speiseplan stehen. Aber ich kann dich beruhigen. Nichts von dem entspricht der Wahrheit.

Ayurveda kann für jeden so angepasst werden, dass es in den eigenen Alltag passt. Egal ob du Fleisch isst oder dich vegetarisch/vegan ernährst, Indisches Essen vergötterst, oder ob es dir beim Gedanken an Curry und Naan Brot den Magen umdreht.

Sowohl Hobbyköche als auch Kochmuffel können sich problemlos von der Ayurvedischen Küche inspirieren lassen, ohne sich stundelang hinter den Herd stellen zu müssen. In diesem Beitrag möchte ich mit all diesen Vorurteilen ein bisschen aufräumen.

 

Ayurveda ist ein Zeitfresser

Ich kann dieses Vorurteil durchaus nachvollziehen, denn als ich mir das erste Buch zum Thema Ayurveda zugelegt habe, war ich total überfordert. Da Ayurveda derart komplex ist hat man im ersten Mal das Gefühl der totalen Überforderung. Nichts desto trotz muss ich dem mittlerweile widersprechen.

Einfach, köstlich und absolut zeitsparend.

Die meisten ayurvedischen Gerichte kann man ganz einfach zubereiten. Etwas Reis, Hirse oder Linsen zusammen mit etwas Gemüse und Gewürzen in einen Topf geben, aufkochen lassen. Fertig. Einfach, köstlich und absolut zeitsparend. Ein weiterer Vorteil derart simpler Gerichte ist neben der Zeitersparnis auch die Kostenersparnis. Reis, Linsen oder anderes Getreide sind leistbar und auch einfach zuzubereiten. Wenn man dann mit dem Gemüse, Kräutern und Gewürzen etwas variiert kann man sich abwechslungsreich ernähren, ohne viel chichi.

 

Du musst Vegetarier sein

Die traditionelle Lehre empfiehlt eine Großteils pflanzliche Ernährung, da diese für den Körper leichter zu verdauen ist. Dennoch ist es kein absolutes Tabu hin und wieder Fleisch oder andere tierische Produkte zu essen. Besonders in zwei Fällen empfiehlt die Ayurvedalehre den Verzehr von Fleisch. Körperlich sehr geschwächten Personen brauchen Fleisch um wieder zu Kräften zu kommen. In diesem Fall wird Fleisch als Medizin angesehen. Natürlich muss man hier auf die (Bio)-Qualität des Fleisches achten. Sobald man wieder gestärkt ist, sollte man wieder zu einer möglichst vegetarischen Ernährung wechseln.

Der zweite Fall gilt für körperlich sehr schwer arbeitende Personen. Heutzutage trifft das aber nur mehr auf sehr wenige Berufsgruppen zu und ist daher nur für die wenigsten notwendig, aber eine Möglichkeit.

Empfehlungen statt starrer Regeln.

Der Grund warum eine vegetarische Ernährung empfohlen wird, ist ganz einfach. Der menschliche Körper kann das Fleisch nicht gut verdauen. Da unser Darm viel länger ist, als dieser von Tieren. Außerdem haben wir nicht die gleiche Magensäure wie Raubtiere. Das bedeutet das Fleisch das wir essen bleibt viel länger in unserem Körper, wo es langsam zersetzt wird und sich dann giftige Stoffe anhäufen, auch Ama genannt. Die Folge können Nierensteine, Gallensteine, Gicht, Magengeschwüre und andere Krankheiten sein.

Im Ayurveda gibt es keine starren Regeln, die strikt befolgt werden müssen. Vielmehr handelt es sich um Empfehlungen. So kann es natürlich Zeiten geben, in denen einem ein Stück Fleisch ganz gut tut um wieder auf die Beine zu kommen. Dann gibt es wieder Phasen wo man am besten auf Fleisch verzichtet und sich der vegetarischen Ernährung verschreibt.

Egal ob man nun Fleisch, oder tierische Produkte essen möchte oder nicht, man sollte immer darauf hören, was der eigene Körper braucht. Wenn man sich dazu entscheidet tierische Produkte in seiner Ernährung mit aufzunehmen gibt es aus ayurvedischer Sicht für jeden Konstitutionstyp Empfehlungen welche tierischen Produkte bevorzugt bzw. weggelassen werden sollten.

 

Ayurveda ist nur was für Inder

Falsch. Das ist wohl das hartnäckigste Vorurteil von allen. Ayurveda zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es sich für jeden individuell an seine Lebensgewohnheiten, Umwelt und Klima anpassen lässt.

Ayurveda ist für JEDEN geeignet.

Wer also befürchtet, dass er nur mehr Currys mit Reis essen darf, den kann ich beruhigen. In der ayurvedischen Ernährung geht es weniger darum welche Gerichte man isst, sondern wie man diese zubereitet, welche Gewürze das man verwendet, wie man die einzelnen Bestandteile miteinander kombiniert und das man darauf achtet saisonal und regional zu kochen. Egal ob du gerne italienisch, mexikanisch oder asiatisch ist. Ayurveda zeigt dir wie du alle diese Gerichte gesünder für dich machen kannst.

Ayurveda ist also für Jeden geeignet. Ohne viel Stress kannst du nach und nach ein paar Gewohnheiten in deinen Alltag mit aufnehmen und so von den Empfehlungen und Hilfestellungen, die dir diese alte Tradition gibt, profitieren.

Picke dir das heraus, was sich für dich richtig anfühlt und du wirst merken wie einfach es ist, sich neue Gewohnheiten anzueignen. Es geht nicht darum über Nacht 100 % ayurvedisch zu leben. Jeder kleine Schritt wird dich deinem Ziel – allgemeines Wohlbefinden- etwas näher bringen. Die einzige Frage die du dir stellen solltest – Wo soll ich anfangen? Der Rest geht von allein.

Was ist Ayurveda   Die Doshas

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