Miese Laune, Pickel, Stimmungsschwankungen oder Bauchkrämpfe. Egal in welcher Lebenslage, die Hormone sind schuld. Und auch wenn diese Dinge zu unserem Leben dazu gehören, sind sie nur ein Bruchteil dessen, was Hormone in unserem Körper bewirken.

Unser gesamtes System wird durch die Hormone beeinflusst.

Hormone haben einen enormen Einfluss auf unser gesamtes Wohlbefinden, und beherrschen nicht nur unsere Emotionen. Auch Blutdruck, Stoffwechsel, Gewicht, ja im Grunde genommen unser gesamtes System und jedes Organ, unterliegen dem Hormonsystem. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Auswirkungen es auf uns haben kann, wenn wir uns darauf einlassen zusätzlich Hormone einzunehmen.

 

Die Pille ist kein Lebensretter

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern (obwohl es schon SEHR lange her ist :-)), als ich mit ca. 17 Jahren ganz verängstigt bei der Frauenärztin saß, um mir die Antibaby Pille verschreiben zu lassen.

Es war ganz normal, dass man als Mädchen die Pille genommen hat. Nicht vorrangig zur Verhütung, wohl gemerkt. Man hatte Pickel – die Pille wird´s schon richten. Regelschmerzen – die Pille muss her. Über die langfristigen Folgen hat man als junges Mädchen schon gar nicht nachgedacht. Vielleicht die Angst, ungewollt an Gewicht zuzulegen, aber ansonsten war ja alles easy.

Wir entziehen dem Körper die Möglichkeit zur Selbstheilung.

Unglücklicherweise hat ein derartiger Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt oft weitreichende Folgen, die das gesamte System durcheinander bringen. Durch die Einnahme der Antibabypille um all diese Symptome, wie schlechte Haut etc. zu verbessern, entzieht man dem Körper die Möglichkeit sich selbst zu heilen, und anstatt präventiv bei der Ernährung und der Lebensweise etwas zu ändern, wird der Körper mittels Hormonen ruhig gestellt. Denn seien wir ehrlich, die Nahrungsvorlieben die wir als Teenager, und oft auch als Erwachsene pflegen, sind oft keine Wohltat für unsere Gesundheit. Kein Wunder, dass die Hormone da rebellieren. 🙂

 

PMS ist nicht normal

Viele Frauen leiden unter sehr starkem PMS (Prämenstruelles Syndrom). Ein paar Tage vor der monatlichen Blutung treten oft zahlreiche Beschwerden auf. Reizbarkeit, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit, Wassereinlagerungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Akne oder starke Bauchschmerzen stehen auf der Tagesordnung. Das passiert wenn die Hormone außer Kontrolle sind.

Die Symptome klingen mit der Monatsblutung wieder ab, beeinflussen aber oft sehr stark das soziale und berufliche Umfeld. Mittlerweile kommen diese Beschwerden schon so oft vor, dass es schon als normal abgestempelt wird. Aber alle diese Symptome weißen darauf hin, dass unser Hormonsystem außer Kontrolle ist. Und das ist NICHT normal. Hier findest du ayurvedische Tipps gegen PMS. 

Mein Gastartikel zum Thema PMS und Ayurveda auf dem Yoga und Lifestyleblog ganzwunderbar.

 

Fett ist nicht der Feind

Auch ich habe mich in den letzten Jahren immer wieder von den vielen low fat Diäten ködern lassen. Magermilch, Magerjoghurt (das schmeckt ja nach gar nichts!), kein Öl und bitte alles nur in der Light Variante. Die Annahme, damit tun wir unserem Körper etwas Gutes, ist wissenschaftlich längst überholt.

Also liebe Damen und Herren, wir können aufatmen, Fett ist erlaubt. Denn Hormone benötigen Fett um zu funktionieren. Natürlich ist das kein Freibrief, um sich täglich mit Steak und Pizza durchzuschlagen. Vor allem pflanzliche Fette wie in ungesalzenen Nüssen, Avocado oder Bio – Ölen sind wichtige Fettlieferanten. Aber auch hochwertige tierische Produkte wie Vollmilchjoghurt, Käse oder ein gutes Stück Fleisch, dürfen in Maßen auf den Speiseplan und helfen die Hormone in Balance zu halten.

 

Bewegung ist der Hormone bester Freund

Durch regelmäßige Bewegung unterstützen wir den Körper bei seiner Arbeit. Der Stoffwechsel bleibt in Schwung und durch die Bewegung werden Endorphine freigesetzt, die den körperlichen Stress reduzieren und so bei der Regulierung der Hormone unterstützen.

Übertraining kann zu Stress führen.

Auch hier kommt es wieder auf das Maß darauf an. Hört immer auf euren Körper und gebt ihm was er benötigt. Man muss sich nicht täglich #auspowern um #gesund zu sein. Im Gegenteil, wenn wir das Gefühl haben, unser Körper benötigt etwas Ruhe, dann gönnen wir ihm diese. Machen wir lieber einen langen Spaziergang, anstatt uns bei einem 5 km Sprint zu verausgaben. Denn auch Übertraining kann zu Stress führen und die Hormone durcheinander bringen.

 

Hormone und Verdauung

Ja, es ist wahr. Unser Hormonsystem steht in engem Kontakt mit unseren Verdauungsorganen. Nicht nur Frauen leiden während ihrer Periode oftmals an Blähbauch, Durchfall oder Verstopfung. Ich denke fast jeder kennt das Gefühl, wenn kurz vor einer Prüfung plötzlich und ganz dringend, die Toilette ruft. 😉

Wenn ihr auch sonst an Verdauungsproblemen leidet, ist das ein starkes Zeichen für hormonelle Disbalancen. Die Hormone steuern und regulieren nämlich unser gesamtes System. Wenn diese nicht die richtigen Kommandos an unsere Entgiftungsorgane (Leber, Galle, Niere, Darm) weitergeben, können diese nicht richtig arbeiten. Insbesondere Estriol (Aufbau der Darmschleimhaut) und DHEA (Nebenniere) sind für einen gesunden Darm verantwortlich, und somit ein Eckpfeiler unseres Immunsystems.

Ich hoffe ich konnte mit diesem Beitrag einen Eindruck über die Bedeutung unserer Hormone für unseren Körper geben. Grundsätzlich sind eine gesunde und ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung bereits eine wichtige Grundlage, für ein funktionierendes und balanciertes Hormonsystem.

Es ist meiner Meinung nach besonders wichtig, sich über den enormen Eingriff bewusst zu sein, denn man an seinem Körper antut, wenn man ihm synthetische Hormone etwa in Form der Antibabypille zuführt. Und auch wenn der Trend bei der Verhütung eher wieder zu hormonfreien Methoden geht, ist noch immer ein Großteil der (jungen) Frauen der Meinung, nur mit Hormonen einer Schwangerschaft vorbeugen zu können. Die Auswirkungen jahrelanger Einnahme der Antibabypille musste ich selbst erleben, und bin nach knapp 2 Jahren immer noch dabei, meinen Körper von diesem enormen Eingriff zu reparieren. Also achtet auf euren Körper, und lasst euch von der Ärztin oder Arzt eures Vertrauens gerne auch über Alternativen beraten.

Disclaimer: Ich bin kein Arzt und sämtliche Informationen beruhen auf meiner persönlichen Erfahrung und Recherche. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung und dient nur zu Informationszwecken.

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